Mal ganz ehrlich, wer macht gerne Wäsche? Ein nerivges Thema, bei dem ich auch noch in den Keller gehen muss, da dort unser Gemeinschaftswaschraum ist. Ich schiebe die Wäsche solange auf, bis keine frische Unterwäsche mehr in der Kommode bereit liegt. Dann geht es mit einem großen Wäscheberg runter – frei nach dem Motto: „Laundry today or naked tomorrow.“ Unser Waschkeller ist ungemütlich und ich möchte mich dort am liebsten gar nicht aufhalten. Was also tun, um mehr Freude an einem Waschtag zu haben?


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Neues Jahr, neue Hoffnungen, neue Wünsche. Und was ist mit den Vorsätzen? Ich habe mir dieses Jahr fest vorgenommen, organisierter zu sein. Seit meinem Mami-Dasein, bin ich etwas schlampiger geworden. Gesetz dem Motto: „Mach ich´s nicht heute – mach ich`s morgen.“ Damit soll jetzt Schluss sein. Ich habe mir konkrete Ziele aufgeschrieben. Nicht nur berufliche- und persönliche-, sondern auch ganz stink-normale Ziele, wie z.B. den Haushalt besser zu managen.

Ganz oben auf meiner Liste steht „Ordnung in allen Zimmern einführen“. Das klingt im ersten Moment banal. Wenn man allerdings ein paar Zimmer mehr besitzt, dann muss auch hierfür eine gute Struktur her.

Ich habe beschlossen, mich von unten nach oben zu arbeiten. Im wahrsten Sinne des Wortes: Unten im Keller! Denn unsere Waschmaschine steht unten in unserem Waschkeller. Nun, so eine Waschmaschine benötigt auch Pflege und somit setze ich mir ein kleines Tagesziel und beginne mit der „Waschkeller-Aufräumen-Ausmisten-Aktion.“

Hoch motiviert in unserer kleinen Wäscherei angekommen, merke ich, wie Ernüchterung sich einschleicht. Es ist ungemütlich, kalt und lange möchte ich mich hier gar nicht aufhalten. Hinzu kommt, dass wir uns die Waschküche mit allen Nachbarn teilen und somit auch keine „angenehme“ Waschkeller-Atmosphäre aufkommt.

Während ich also anfange die Waschmaschine zu säubern, kommt mir die Idee diesen Raum etwas aufzuhübschen. Aus einer Idee wird prompt ein Vorhaben: Das Waschkeller Upgrade – und zwar mit geringem Aufwand und kleinem Budget.

Im Schonwaschgang zum Waschkeller Upgrade

Den Gemeinschaftsraum kann ich nicht eigenmächtig renovieren. Decken abhängen und eine schöne Beleuchtung einzubauen ist nicht drin, da es dazu der Zustimmung aller Parteien des Hauses benötigt und vor allem kostspielig ist. Den Aufwand spare ich mir. Wie also den Raum verschönern, ohne radikal gleich eine Baustelle daraus zu schaffen?

Außerdem möchte ich nicht von meinem eigentlichen Ziel abkommen: Alle Zimmer bis zur Geburt des zweiten Kindes aufzuräumen. Also mache ich mir schnell Notizen, was ich alles benötige, um

  1. den Keller zu entrümpeln,
  2. sauber zu machen und
  3. schöner zu gestalten.

Zu 1) Das Aufräumen: Wie man anhand der Fotos erkennen kann, frage ich mich in diesem Augenblick, warum es hier drei Mülleimer gibt? Braucht man die? Für jeden Nachbarn einen halben? So ein Quatsch – weg damit! Ich schreibe einen Zettel an die Gemeinschaft um Klarheit zu schaffen.

Und was sollen diese ganzen verschiedenen Weichspüler beeinflussen? Ich verabschiede mich von Ihnen und lade sie ins Auto, um sie meiner Schwester zu schenken!

Ohnehin sollte ich mir mal Gedanken machen, welche Waschmittel umweltschonender sind. Den Gedanken schiebe ich vorerst zur Seite, sonst wird es nichts mehr mit dem Aufräumen. Ich nehme mir allerdings vor mich der Nachhaltigkeit zu einem späteren Zeitpunkt zu widmen.

Nachdem ich den ganzen überflüssigen Kram entsorgt habe, mache ich mich an Punkt 2) Das Saubermachen: Ich bin fleißig am Putzen und merke, dass es Zeit ist, das Mittagessen vorzubereiten. An einem Tag wird aus der Aufräum-Aktion wohl nichts. Also zieht sich mein kleines Vorhaben in den nächsten Tag hinein. In der Zwischenzeit kaufe ich noch nützliche Dinge online – die Lieferung wird ehe einige Tage dauern.

Nachdem sich also Punkt 2) ein wenig ausgedehnt hat, komme ich tatsächlich erst einige Wochen später zu Punkt 3) Das Upgrade: Wie kann ich also mit wenigen Handgriffen den Raum optimieren und gleichzeitig verschönern, ohne dass es der Zustimmung der anderen Nachbarn benötigt?

Das bisschen Haushalt macht sich von alleine

Das Ergebnis lässt sich sehen:

Willkommen in unserer kleinen privaten Wäscherei.
Waschmaschinen- und Kalktabs leicht greifbar im offenen Holzkorb.
Ein schwarzer Schuhkarton für Wäschesäckchen und Farbschmutzfänger liegt zwischen Waschmaschine und Waschtisch.
Im OMBYTE Metallkorb landet überschüssige Wäsche, die in eine Waschladung nicht mehr passt.
Seife „Meeresbrise“ vom Hamburger Seifenkontor.
Bild der Hamburger Fotografin: Anja Itter.
Nie wieder einsam verloren geglaubte Socken.
Den Tritthocker für die Kinder hat mein Cousin vor etwa 25 Jahren in der Schule im Fach Hauswirtschaft gebaut. Endlich gibt es den perfekten Einsatz für ihn.
Angenehm zum Hinknien: Runder Badteppich mit Lochstickerei.
Waschmittel verschwinden im Flechtkorb.
UTBY ist ein Möbelstück aus dem klassischen Küchenbereich. Da es sich um eine Waschküche handelt, war der Zweck nicht ganz entfremdet.
Geheimfach im Tritthocker: Waschutensilien finden dort ihren Platz.
Textilpflege leicht gemacht: Mit den Symbolen auf dem Poster (*) kann keine Wäsche mehr schiefgehen.

So fresh and so clean clean

  • Das Regal wird durch einen Metallkorb für überschüssige Wäsche ersetzt. Diesen Korb nutze ich für überschüssige Wäsche, die nicht mit einer Ladung in die Maschine passt. Um die Wäsche nicht wieder hochtragen zu müssen, wird diese dort zwischengelagert.
  • Kleine Wäscheteile, wie z.B. Babysocken, können direkt im Keller trocknen mit dem neuen Wäschetrockner. Außerdem kann ich so gut erkennen, ob Socken fehlen.
  • Die Pflanzen reinigen die Luft und sehen schön aus.
  • Die Bilder passen zum Thema – die Infografik ist nützlich, wenn man ein Symbol auf seinem Kleidungsstück mal nicht deuten kann.
  • Die abgenutzten Bodenflächen verschwinden unter dem Badteppich.
  • Ordnung am Waschbecken für alle – vor allem gibt es jetzt endlich mal Seife und Handtücher, um sich auch mal die Hände waschen zu können. Ist ja immerhin ein „Waschkeller“.

Anbei eine Übersicht der Kosten für das Waschkeller Makeover:

Alle anderen abgebildeten Produkte hatte ich breites zu Hause und musste dafür nichts investieren. Insgesamt hat mich das Makeover unter EUR 100 gekostet.

Obwohl ich die Lichtverhältnisse nicht geändert habe, wirkt es auf einmal gar nicht mehr so dunkel, die Luft ist trocken und es riecht angenehm nach frischer Wäsche. Kalt ist es zwar immer noch, aber das stört mich nicht weiter, da ich von meinem Waschküchen Makeover begeistert und abgelenkt bin.

Ich finde, es ist ganz gut gelungen. Es sollte ohnehin keine Waschsalon-Atmosphäre mit Stühlen und Zeitungen entstehen. Nun freue ich mich, wenn ich mal die Wäsche machen muss. Außerdem sind endlich ein paar Kunstwerke an den Wänden, für die ich ohnehin jahrelang eine Verwendung gesucht habe.

Und, wer hat nun Lust Wäsche zu waschen? Weitere Interior Inspirationen findet ihr hier.


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